Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“ habe ich deshalb auf fast schon antiquierte Helfer zurückgegriffen, um im Schnee dennoch ein halbwegs vernünftiges Tempo-Training durchführen zu können.
Bäääh, ist das eklig, das Wetter: Schweinekalt und dann noch
überall Schnee. Ich glaube echt, der Käfer hat sie nicht mehr alle. Ausgerechnet
mitten im Winter bei dem Wetter meint der Verrückte doch allen Ernstes, mich -
seine blauen Adidas-Laufspikes – am Wochenende wieder aus dem Keller seiner
Eltern graben zu müssen.
Die letzten sieben, acht Jahre hat er mich völlig
ignoriert, sich null um mich gekümmert. Um dann
mit ihm bei seinen 1000-Meter-Intervallen Runde um Runde auf dem
Sportplatz zu drehen. Na herzlichen Dank aber auch.
Erholung nach dem Schockerlebnis
Wirklich weiterhelfen konnte ich ihm bei seiner Einheit aber
auch nicht. Nein, eingerostet sind meine 6-Millimeter-Dornen und ich trotz
der langen Pause gewiss nicht. Aber der gottverdammte Schnee auf der Bahn ist
kaum plattgetreten und weich. Daher kommen meine Dornen kaum bis zum
Tartanboden durch und das ganze wird eher zur Rutschpartie.
Wie gut, dass in Flensburg erst seit heute Morgen Schnee liegt. Sonst wäre
der Käfer vermutlich noch auf die Schnapsidee gekommen, mich mit in den Norden
zu nehmen. Aber nix da! Soll er da oben doch seine beiden „normalen“ Laufschuhe
für das Halbmarathon-Training malträtieren.
Ich erhole mich jetzt wieder in meinem Schlafgemach, einem
Regalbrett im dunklen Keller, von dem Schock-Erlebnis am Wochenende. Da ist es
zwar auch kalt und ungemütlich, aber wenigstens trocken.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen